Personalmagazin (Haufe.de) – „Führen mit Charisma“

Gemeinsam mit Ralf Lanwehr und Helena Hüster habe ich über ein Thema geschrieben, das in HR-Kreisen häufig einen schlechten Ruf genießt: Charisma.

Oft wird Charisma spontan mit Begriffen wie „autoritär“, „narzisstisch“ oder der „Great Man Theory“ verbunden – und tatsächlich kann Charisma auch eine dunkle Seite haben. Die Forschung zeigt jedoch auch ein anderes Bild: Charisma gehört zu den stärksten Prädiktoren für Führungserfolg, insbesondere wenn es mit Integrität einhergeht.

Außerdem zeigen wir, dass Charisma erlernbar ist und keine angeborene Eigenschaft, die man entweder besitzt oder nicht.

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Newstalk – Moncrieff Podcast: „Are women ever described as 'charismatic'?“

Meine Forschung zu Charisma und Werteübereinstimmung wurde in diesem Radiobeitrag aufgegriffen. Meine Kollegin Mary Hausfeld von der University of Limerick war bei Newstalk zu Gast und diskutierte eine Frage, die viel häufiger gestellt werden sollte: Werden Frauen beim Thema Charisma an denselben Maßstäben gemessen wie Männer?

Die Forschung deutet darauf hin, dass geschlechtsbezogene Verzerrungen eine wichtige Rolle dabei spielen, wem Charisma zugeschrieben wird – und wem nicht.

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CHRO.nl – „Maken charisma en stemgebruik vrouwelijke leider overtuigender?“

Meine Koautorin Janneke Oostrom hat unsere Forschung zu Charisma und Stimmlage bei der Auswahl von Führungskräften für CHRO.nl, die niederländische Plattform für HR-Direktorinnen und HR-Direktoren, aufbereitet.

Der Beitrag zeigt zunächst, was Margaret Thatcher und Elizabeth Holmes gemeinsam hatten: Beide senkten bewusst ihre Stimme, um autoritativer zu wirken. Anschließend wird untersucht, was unsere Daten tatsächlich zeigen.

In drei Studien mit fast 2.500 erfahrenen Recruiterinnen und Recruitern veränderte eine tiefere Stimmlage die Bewertung weiblicher Kandidatinnen kaum. Charismatische Kommunikation hingegen erhöhte ihre Auswahlrate von 48 % auf 73 %.

Der Beitrag zeigt außerdem, dass die Verantwortung nicht allein bei Frauen liegen sollte: Organisationen benötigen strukturierte und objektivere Auswahlverfahren, um Verzerrungen bei der Auswahl von Führungskräften zu reduzieren.

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